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Kooperationsprojekt
zur Lebensplanung und
Berufswahlorientierung |
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EinleitungEntstehung und Entwicklung der Kooperationsarbeit mit der JugendhilfeDas hier vorgestellte Projekt ist das Ergebnis einer längeren Entwicklung der gemeinsamen Kooperationsarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe an der Wartburg-Hauptschule in Münster. An unserer Schule sind 2 Diplom-Sozialpädagogen in Teilzeit über das Schulamt der Stadt Münster beschäftigt. Ohne diese Fachkräfte wäre die Vernetzung mit der Jugendhilfe in der bei uns laufenden Form – schon aus zeitlichen Gründen – nicht denkbar. Über diesen Weg hat sich die langjährige sozialpädagogische Arbeit mit dem Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck stabilisieren und intensivieren können, die für uns wichtiger Bestandteil unseres Schullebens geworden ist. Im Laufe der Jahre wurden viele Projekttage zu unterschiedlichen Themen mit dem Stadtteilhaus und MitarbeiterInnen von dort geplant und durchgeführt. Seit August 2000 wurden durch den Einbezug und die Förderung durch Jugendhilfe Direkt e.V. – freier anerkannter Träger zur Jugendberufshilfe – die Maßnahmen zur Berufwahlorientierung nicht nur ergänzt, sondern qualitativ erweitert. Ab Schuljahr 2001/2002 arbeitet auch das JAZ – Jugendausbildungszentrum in Münster, in der Berufswahlvorbereitung mit. Mit dem asb = www.asbmuenster.de Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung in Münster, wird z.Zt. eine Maßnahme, Konzeption zum Konflikttraining und zur Gewaltprävention, entwickelt und durchgeführt. Verschiedene Kooperationspartner ergänzen zusätzlich über einzelne Projektwochen oder –tage die Unterrichtsarbeit wie z.B. Sexualpädagogische Arbeit und Drogenprävention. Projektgrundlagen allgemein zur Förderung der Kooperation von Jugendhilfe und Schule
Besondere ProjektergebnisseErstellung einer multikulturellen CD mit Songs zur Ausländerfeindlichkeit innerhalb einer Projektwoche mit Jugendlichen der Schule. Einrichtung einer Website zur Berufsfindung. Diese wurde in der Schule mit Einbezug der beteiligten Schülerinnen und Schüler erstellt unter: Zukunft – Ausbildung – Karriere als
Wartburg-Hauptschule
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| ° |
Zunehmende Anfragen zur Berufsorientierung und für Hilfestellungen
bei Bewerbung und Ausbildungsplatzsuche von Schülerinnen und Schülern
in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, wie Ganztagsbereich der
Schule sowie in den Jugendtreffs des Stadtteilhauses Fachwerk
Gievenbeck. |
| ° |
Orientierungslosigkeit bei vorzeitigen Abgängern ohne Schulabschluss. |
| ° | Häufige
Wahl von berufsbildenden Schulen der AbgängerInnen mit Hauptschulabschluss
aufgrund von Ratlosigkeit in Berufswahlentscheidungsprozessen. |
| ° | Falsche
oder resignierte minderwertige Selbsteinschätzung im Hinblick
auf die Möglichkeiten, die der Arbeitsmarkt für HauptschulabsolventInnen
(scheinbar nicht) bietet. |
| ° | Wenig
aufbereitete Informationsmaterialien zu Ausbildungsmöglichkeiten
für Jugendliche der Hauptschule, so dass deren Möglichkeiten zur
Berufsbildung eingeschränkt erscheinen. |
| ° | Berufswahlentscheidungsprozesse mit unreflektiert klassischem Rollenverständnis für Mann und Frau, das seine Fortsetzung auch im Hinblick auf Lebensplanungen und Zukunftsvorstellungen deutlich werden lässt. |
Anfang der 90er Jahre: Sozialpädagogische Vernetzung über stadtteilbezogenen Arbeitskreis zur Jugendhilfe in Münster-Gievenbeck mit Teilnahme der Sozialpädagogen der Wartburg-Hauptschule und des Stadtteilhauses, daraus entwickelt:
Mitte der 90er-Jahre: Vereinzelt Berufswahlorientierungshilfen zusammen mit sozialpädagogischen Fachkräften aus dem Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck durch:
- Projektwoche mit besonders förderungsbedürftigen Schülerinnen und Schülern.
- Regelmäßige Einzelfallhilfe im laufenden Schuljahr.
Ab 1999: Zur Förderung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule: Praktikanten im Feldprojekt der Kath. Fachhochschule (KFH) – www.kfhnw.de in Münster für Sozialwesen, die über das Schuljahr im jeweiligen Arbeitsfeld 94 Praxistage zu absolvieren haben. Aufgrund der zusätzlichen Personalressourcen wurde daher die intensivere sozialpädagogische Kooperationsarbeit zwischen dem Fachwerk Gievenbeck und der Wartburg-Hauptschule möglich.
Schuljahr 1999/2000: Konzeptionierung und Durchführung einer dreitägigen Bildungsfahrt mit den Klassen 8 zur Berufswahlorientierung. Federführend geplant vom Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck in Zusammenarbeit mit Studenten der KFH als Praktikanten. (Siehe unter Bildungsfahrt – www.ZAK-line.de) und der Schule.
Wöchentliche Projekttage für besonders förderungsbedürftige SchülerInnen der Klasse 10 A der Wartburg-Hauptschule zur Berufswahlorientierung und zur Motivationsentwicklung mit handwerklichen Arbeiten im Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck unter sozialpädagogischer Anleitung.
Schuljahr 2000/2001: Regelmäßige Projekttage für die Klassen 8 bis 10 zur Berufswahlorientierungshilfe unter Einbeziehung verschiedener Kooperationspartner. (Siehe unter Projektarbeit) koordiniert und geplant über die Wartburg-Hauptschule.
Schuljahr 2001/2002: Konzeptionierung und Durchführung einer 3-tägigen Bildungsfahrt mit den Klassen 8 zur Berufswahlorientierung. Federführend geplant, unter Einbeziehung der teilnehmenden Kooperationspartner, durch das Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck. Außerdem weiterhin Projekttage für die Klassen 8 bis 10, insbesondere unter geschlechtsspezifischen Ausrichtungen mit den Klassen 7. Planung und Koordination hierfür laufen über die Wartburg-Hauptschule.
Berufswahlentscheidungsprozesse für Hauptschülerinnen und -schüler gestalten sich zunehmend schwierig, aufgrund
| ° | der
Konkurrenz bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen durch Absolventen
von Realschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen, |
| ° | der
Veränderung von Berufsbildern, die sich durch Spezialisierungen auf
bestimmte Bereiche sowie technische Neuerungen ergeben, |
| ° | des
Entstehens neuer Berufsbilder und –bezeichnungen, |
| ° | der
erforderlichen schulischen Berufsgrundbildungen, die über Berufskollegs
vermittelt werden, die aber oft nicht bekannt sind, |
| ° | der zunehmenden Zahl der AbgängerInnen ohne Schulabschluss, für die Zugangsmöglichkeiten zu und Fördermöglichkeiten für Berufsbildungen erst erschlossen werden müssen. |
Die Empfehlung zur kooperativen Arbeit zwischen Jugendhilfe und Schule hat über verschiedene Rechtsgrundlagen besonderen Stellenwert erhalten.
Aus schulischer Sicht gilt dafür als Grundlage:
- Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung vom 23.09.1999: Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe I, in der gymnasialen Oberstufe und im Berufskolleg (zu BASS 12-21). - www.mswf.nrw.de -
Die Zusammenarbeit der Jugendhilfe mit Schulen wird über das VIII. Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfegesetz – www.bmfsfj.de - angeregt über
- § 81: Zusammenarbeit mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen.
Hier werden unter Punkt 1. Schulen und Stellen der Schulverwaltung genannt.
Aus Sicht der Jugendhilfe wird eine Intervention für junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteilungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, durch sozialpädagogische Hilfen für ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitwelt und ihre soziale Integration bestimmt, über
- § 13 Jugendsozialarbeit.
Präventive Maßnahmen, die Jugendliche zur Selbstbestimmung befähigen und über arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit stattfindet, werden festgelegt über
- § 11 Jugendarbeit.
Grundsätzlich findet die Intervention der Jugendhilfe zur Berufshilfe ihre Begründung in
- § 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe.
(1) Jeder Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
(3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere
1. junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteilungen zu vermeiden oder abzubauen.
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen war, dass über deren Beteiligung nicht nur Beratung und Anregung gegeben wurde, sondern dass die Projektpartner aktiv in den Projekteinheiten zu den jeweiligen Themen mitarbeiteten. Die Jugendlichen erhielten über diesen Weg Informationen aus deren Praxiswissen und lernten so unterschiedliche Spezialisierungen und Anlaufstellen zu einzelnen Themen und Bereichen kennen.
Aus der Anlage: Vernetzungsübersicht bzw. Kooperation und Beteiligte wird deutlich, wer im Projekt mitgearbeitet hat.
Wir unterscheiden zwischen ‚Kooperation’ und ‚Beteiligte’.
Kooperation meint die Mitarbeit, Mitgestaltung und Durchführung in allen Phasen des Projektes. Die Partner dazu waren:
Beteiligte waren:
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster
(Referat für Jugendschutz und JIB = Jugendinformations- und beratungszentrum)
Staatliches Amt für Jugendarbeitsschutz in Coesfeld
Der größte Anteil der finanziellen Mittel floss über Jugendhilfemittel in die Projektarbeit ein. Die Kooperationsarbeit mit lokalen Jugendhilfeträgern (öffentlich: Amt für Kinder, Jugendliche und Familien – www.stadt.muenster.de -sowie Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck – www.stadt.muenster.de/fachwerk - und freie Trägerschaft: Jugendhilfe Direkt e.V. Hiltrup – www.jugendhilfe-direkt.de - machte die Arbeit erst möglich.
Die Arbeit der in der Schule tätigen Sozialpädagogin für die Projektarbeit wurde hauptsächlich über Jugendhilfemittel (s.o.) finanziert und zum Teil über das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in 59491 Soest, Webb: www.lsw.nrw.de über GÖS-Initiativprogramm = Gestaltung von Schule und Öffnung von Schulleben - Themenschwerpunkt „Berufs- und Arbeitswelt“. Die teilweise Mitarbeit von Honorarkräften wurde über den Schuletat gewährleistet.
Eine wesentliche Ressource war der Einsatz eines Praktikanten im Feldprojekt der Katholischen Fachhochschule Münster.
Die Mitarbeit der Kooperationspartner bzw. deren Honorarkräfte wurde von den jeweiligen Einrichtungen getragen (siehe Anlage: Vernetzungsübersicht und/oder Kooperation und Beteiligte).
Materialmittel für die Arbeit mit den Jugendlichen wurden von der Schule übernommen oder aus Projektmitteln getragen.
Informationsmaterialien wurden zusätzlich zu verschiedenen Themen von freien und öffentlichen Trägern und Einrichtungen sowie Betrieben aus Wirtschaft und Verwaltung eingeholt.
Räumlichkeiten für die Projekttage wurden vom Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck zur Verfügung gestellt. Damit sollte eine andere Form des Lernens unterstützt werden und der Lebensweltbezug für die Jugendlichen sichergestellt sein.
Zuständig für die Koordination und Organisation des hier geschilderten Projektabschnittes war die in der Schule tätige Sozialpädagogin. Sie wurde unterstützt durch die Arbeit eines Praktikanten im Feldprojekt der Kath. Fachhochschule für Sozialwesen, der unter Anleitung die Projektgestaltung für die Klassen 9 übernahm.
Eine Anlauf- und Verbindungsstelle zur Abklärung aller Fragen, Termine und Zusammenführung der Personalressourcen wurde somit in der Schule eingerichtet.
Abgestimmt wurden dort die Projektinhalte mit den Lehrkräften und dem Unterricht sowie die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kooperationspartnern und Beteiligten. (Siehe unter Anlage: Vernetzungsübersicht und/oder Kooperation und Beteiligte.)
An Elternabenden wurde den Eltern die Projektarbeit vorgestellt, unter Beteiligung der kooperierenden Einrichtungen, und die Möglichkeit zur Beratung angeboten.
In der Schulkonferenz wurde ebenfalls über die Maßnahme berichtet und die Zustimmung dazu eingeholt.
Zu Beginn des Schuljahres wurden gemeinsam mit allen Kooperationspartnern und den entsprechenden Lehrkräften der Schule die Grobziele definiert und die Zeiten und Inhalte besprochen.
Zu jeder Projekteinheit fand vorher eine Teamsitzung statt. Während dieser Besprechungen wurden die Ergebnisse der letzten Projektarbeit reflektiert und der Stand der Jugendlichen abgeklärt. Weiterhin wurden Inhalte und Methoden aufgeteilt und genauer festgelegt.
Die detaillierte Planung und Durchführung der Arbeitseinheiten mit Inhalten und Methoden für die 9er-Klassen übernahm unter Anleitung der Praktikant im Feldprojekt der Kath. Fachhochschule. Die Arbeitseinheiten der Klassen 8 und 10 wurden von der Sozialpädagogin in der Schule entwickelt. Alle Arbeitsinhalte wurden mit den jeweiligen KlassenlehrerInnen zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit abgestimmt.
Die Organisation, Durchführung und Moderation der Projekttage übernahmen entweder die Sozialpädagogin der Schule oder der Praktikant.
Nach jeder Arbeitseinheit wurden Rückmeldungen von den beteiligten Schülerinnen und Schülern eingeholt zu Inhalten und Methoden, um deren Motivation für die Arbeit zu gewährleisten.
Zu Einzelberatungen und –förderungen der Jugendlichen waren die Sozialpädagogin und der Praktikant in der Schule regelmäßig anwesend und ansprechbar.
Der Berufsberater des Arbeitsamtes und eine Mitarbeiterin der Bildungsberatungsstelle des Schulamtes der Stadt Münster nahmen regelmäßig Termine in der Schule wahr, um für Einzelgespräche im Orientierungs- und Entscheidungsprozess für Ausbildungsplatz- und Schulentscheidungen zu beraten.
Zum Abschluss der Projektarbeit wurde eine Gesamtauswertung vorgenommen.
| ° | Es definiert sich durch seine Themenstellung: „Lebensplanung und Berufswahlorientierung“. |
| ° | Ein festgelegter Kostenrahmen legt die Honorarressourcen und Projektstunden fest. |
| ° | Die Einbeziehung von Kooperationspartnern soll die Ressourcenorientierung von Einrichtungen, die zur Berufwahlorientierung arbeiten, sicher stellen. |
| ° | Strukturelle Vorplanungen werden festgelegt zu Grobinhalten, personeller Mitarbeit, Zeiten und Terminen. |
| ° | Prozessorientiertes Arbeiten zu den jeweiligen Inhalten, d.h. die Ergebnisse der jeweiligen Projekttage bestimmen die Ausrichtung der folgenden Projekteinheiten. |
| ° | Die Teilnahme an den Projekttagen ist für die Jugendlichen verbindlich. |
| ° | Methodik und Inhalte werden an den Wünschen und dem Kenntnisstand der Jugendlichen ausgerichtet. |
| ° | Die Projektarbeit setzt an den unterschiedlichen Ausgangssituationen und Entwicklungsständen der Jugendlichen an. |
| ° | Sozialpädagogische Lernkriterien, wie Freiwilligkeit, Eigeninitiative, Ressourcen- und Bedürfnisorientierung bestimmen die Arbeit. |
| ° | Der Lebensweltbezug der Projektarbeit wird über den hauptsächlichen Lernort „Jugendtreff“ Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck gewährleistet. |
| ° | Die Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler wird nicht bewertet. |
| ° | Kleingruppenarbeit mit 5 bis 6 Jugendlichen soll individuelle Unterschiede im Kenntnisstand und der Beteiligung ausgleichen. |
| ° | Möglichst feste Gruppen der Schülerinnen und Schüler werden über ein Schuljahr kontinuierlich durch eine feste Bezugsperson begleitet. |
Das Projekt wird grundsätzlich zur Planung und Gestaltung durch folgende Kriterien bestimmt:
Teilnehmende Schülerinnen und Schüler = Adressaten:
| Klasse 8a | 8 | Mädchen | 17 | Jungen | = 25 | Jugendliche |
| Klasse 8b | 5 | Mädchen | 20 | Jungen | = 25 | Jugendliche |
| Klasse 9a | 4 | Mädchen | 18 | Jungen | = 22 | Jugendliche |
| Klasse 9b | 4 | Mädchen | 18 | Jungen | = 22 | Jugendliche |
| Klasse 10A | 6 | Mädchen | 11 | Jungen | = 17 | Jugendliche |
| Klasse 10B | 11 | Mädchen | 7 | Jungen | = 18 | Jugendliche |
| Projekttage über das Schuljahr verteilt: |
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| Klassen 8 und 9 | jeweils 6 | = 24 |
| Klassen 10 | 3 | = 3 |
| = 27 Projekttage | ||
Beteiligte MitarbeiterInnen siehe unter Anlage: Kooperation und Beteiligte – Kontaktadressen.
Beteiligte Kooperationseinrichtungen siehe unter Anlage: Vernetzungsübersicht.
Arbeitszeiten: Jeweils 9.00 bis 12.30 Uhr
Lernort: Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck Wartburg-Hauptschule
Die Projektarbeit erhielt für die Jahrgangsstufen unterschiedliche Schwerpunkte. Für die
| Klassen 8: | Lebensplanung und Berufsfindung |
| Klassen 9: | Berufswahlorientierungshilfen |
| Klassen 10: | Berufswahl bzw. Ausbildungsplatzwahl und Bewerbung |
Als Grobziele für alle Jahrgänge und zur inhaltlichen und methodischen Planung wurden folgende festgesetzt:
| ° |
Intensivierung von Lebensplanungs- und Berufswahlentscheidungsprozessen.
|
| ° |
Geschlechtsspezifische Ausrichtung und Reflexion typisch klassischer
Rollenmuster von Mann und Frau. |
| ° | Hilfen
zur Berufsfindung, Berufsorientierung und Berufswahl ganzheitlich
bezogen auf Zukunftswünsche und Lebensvorstellungen der Jugendlichen. |
| ° |
Aktivierung der Schülerinnen und Schüler zur Informationsaneignung
über Berufe und deren Zugangsvoraussetzungen. |
| ° | Stärkung
von Selbstvertrauen und –bewusstsein der Jugendlichen über angeleitete
Selbsteinschätzungsprozesse. |
| ° | Abgleich
von Berufswünschen mit Fähigkeiten, Interessen und Vorstellung
der Jugendlichen und Hinführung zur Arbeitsmarktsituation. |
| ° | Einüben und Vermitteln von Fertigkeiten und Kenntnissen zu Bewerbung, Einstellungstests und Vorstellungsgesprächen. |
Ein Vorteil für die Projektarbeit ergab sich aus der Tatsache, dass die sozialpädagogische Mitarbeiterin im Ganztag, die dort als Teilzeitbeschäftigte arbeitet, für den Verein Jugendhilfe Direkt e.V. - freier Träger zur Jugendberufshilfe - zusätzlich als freie Mitarbeiterin tätig ist. Dies war eine wichtige Grundlage zur Projektplanung in der Schule, da die regelmäßige Einbindung in den Schulbetrieb dadurch gegeben ist und auch ein Kennen der Gegebenheiten, des Kollegiums und der Schülerinnen und Schüler sowie die fachliche Ausrichtung über Kenntnisse aus der Jugendberufshilfe. Dies ermöglichte auch eine Zusatzfinanzierung über Jugendhilfe Direkt e.V.
Ohne die Unterstützung eines Studenten im Studium der Sozialpädagogik an der Kath. Fachhochschule in Münster, der ein Feldprojekt ableistete, wäre die Projektdurchführung in dieser Form nicht möglich gewesen. Er stand uns während des ganzen Schuljahres außerdem zur Einzelfallförderung zur Verfügung.
Über die Schule wurden Honorarkräfte aus dem Ganztagsbereich in die Arbeit einbezogen. Als Ergänzung zum fachspezifischen Unterricht wurden Fachkräfte eingesetzt, die ihre Berufsausbildungen im psychosozialen Bereich erhalten. Den besonderen Schwierigkeiten und Benachteilungen einzelner Schülerinnen und Schüler sollte über diesen Weg besonders gerecht werden.
Die eingesetzten Honorarkräfte verfügten außerdem zum großen Teil über besondere Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen, so im Computerbereich, im kreativen Bereich über ein Kunststudium und über musikalische Fertigkeiten, die für die Arbeit zusätzliche Komponenten brachten.
Berufsausbildungen im handwerklichen und kaufmännischen Bereich einzelner Mitarbeiter, die vor dem Sozialstudium absolviert wurden, ergänzten zusätzlich die Projektarbeit.
Durch Beteiligte und Kooperationspartner aus anderen Einrichtungen wurden themenspezifische Lerneinheiten fachlich fundiert abgesichert. Hierfür arbeiteten mit: Der Berufsberater des Arbeitsamtes, eine Mitarbeiterin der Bildungsberatungsstelle des Schulamtes der Stadt Münster zu Schullaufbahnberatungen sowie Mitarbeiter des Amtes für Jugendschutz aus Coesfeld zum Thema Rechte und Pflichten in der Ausbildung = Jugendschutzbestimmungen sowie, je nach Thema, MitarbeiterInnen des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien in Münster.
In Anbindung an das Projekt wurde eine weitere Maßnahme, spezielle Förderung für besonders benachteiligte Jugendliche, installiert, die jedoch über besondere Mittel ausgestattet wurde.
Hierfür tätig war eine Sozialarbeiterin als stundenweise Honorarkraft, die intensive Einzelfallunterstützung leistete für Schulverweigerer und schulmüde Jugendliche, um den Übergang von der Schule in den Beruf bzw. berufsvorbereitende Maßnahmen zu begleiten und Eltern und Erziehungsberechtigten Unterstützung dabei zu geben.
Die Jugendlichen wurden durch diese Projektarbeit einzeln und in Kleingruppen besonders gefördert. Begleitet wurden zusätzlich Jugendliche aus den Klassen 7. Über den Kontakt zum Elternhaus wurden diese über Hausbesuche in die Arbeit einbezogen. Teilweise gelang eine Wiedereingliederung in den normalen Schulbetrieb. Die meisten wurden jedoch in andere Maßnahmen nach Schuljahresabschluss integriert.
Im Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung – www.mswf.nrw.de - vom 23.02.2000 – aktualisiert am 04.04.2001 -: Verbesserung des Übergangs in Ausbildung und Beruf für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf werden Fördergrundlagen für diese besonders benachteiligten Jugendlichen festgelegt.
II. Inhalte und Methodendarstellung mit Auswertung
Eine detaillierte Beschreibung zum methodischen Arbeiten ist der zeitgleich herausgegebenen Dokumentation des Stadtteilhauses Fachwerk Gievenbeck zur Bildungsfahrt mit den 8er-Klassen zu entnehmen. Um Wiederholungen zu vermeiden, verdeutlicht die folgende Übersicht, zu welchen Themenbereichen mit den SchülerInnen gearbeitet wurde. Ebenso werden die zeitlichen Strukturierungen eines Projekttages aufgezeigt.
Wichtig erschien uns für die Planung der nächsten Projekteinheiten, an den erarbeiteten Ergebnissen vergangener Arbeitseinheiten anzuknüpfen, deshalb werden hier die Auswertungen und Ergebnisse ausführlicher geschildert.
- Lebensplanung und Berufsfindung -
1. Projekttag
Ziel:
Entwickeln
von Zukunftswünschen und -vorstellungen. Was mache ich beruflich/schulisch
in 5 Jahren? Wie beeinflussen Schule/Arbeit meine private Lebensführung?
Wie stelle ich mir mein Leben in 5 Jahren vor?
| Durchführung: |
|
|
|
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. | |
| Warming-up-Spiel | Klassenverband | 5 Min. | |
| Zukunftsplanung über Medien: | Kleingruppenarbeit | 120 Min. | |
| Musik, Video, Collagen/bildnerische Gestaltung, Wunschstundenplan, Fragebogen | in 5 Kleingruppen | ||
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 30 Min. | |
| Abschlussspiel | Klassenverband | 5 Min. |
Ergebnis:
Reflexion von Lebensführung und –planung in 5 Jahren unter Berücksichtigung
von Arbeit und Beruf.
Auswertung:
Die SchülerInnen der beiden Klassen brachten unterschiedliche Voraussetzungen
zum Umgang mit dem Thema mit. Während eine Jahrgangsstufe schon sehr konkrete
Berufswünsche mit entsprechender Lebensplanung hervorbrachte, wurde die
Parallelklasse noch sehr von Wunsch- und Traumvorstellungen bestimmt.
Bei den Besprechungen zur Lebensplanung außerhalb der Arbeit ergaben sich überwiegend traditionelle Rollenmusterverteilungen: (Der) Mann hat Freizeit nach seiner Arbeit und pflegt Hobbies und Freundschaften, während Frau für Haushalt und Drumherum zuständig ist. Ein Ansatz zur Aufarbeitung geschlechtsspezifischer Rollenmuster sollte daher schon in früheren Jahrgängen eingebracht werden und ist auch für den folgenden Projektzeitraum geplant.
Für das nächste Thema wurde aufgrund der unterschiedlichen Ausgangssituationen in 2 Themenbereiche differenziert.
2. Projekttag
Ziel:
Wie
sieht die Realität dazu aus? Wie arbeite ich? Wie stelle ich mir die Arbeitsbedingungen
dazu vor? Welche Tätigkeiten übe ich aus? Was macht diesen Beruf so interessant
für mich? Welche Vor- und Nachteile hat dieser Beruf? Wie wird dieser
Beruf im Berufsprofil beschrieben?
| Durchführung: |
|
|
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. |
| Warming-up-Spiel | Klassenverband | 15 Min. |
| Wunsch- und/oder Traumberuf mit Realitätsvergleich. | Kleingruppenarbeit | 120 Min. |
| Methoden: Phantasiereise, Haustürschild, Kontaktanzeige, bildnerisches Gestalten, Video-Interview, Fragebogen | in 5 Kleingruppen | |
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 20 Min. |
| Abschlussspiel | Klassenverband | 5 Min |
Ergebnis:
Kennenlernen von Berufsprofilen und Tätigkeiten, die in anderen Berufen
wieder zu finden sind. Was ist wichtig zu wissen über Berufe im Berufswahlentscheidungsprozess.
Auswertung:
Deutlich
werden sollte, was einzelne Berufsbilder charakterisiert und welche Tätigkeitsmerkmale
daraus in andere Berufe übertragen werden können. Außerdem wurde vermittelt,
dass Berufe, die anscheinend „Traumberufe“ sind, auch Belastungen und
Nachteile mit sich bringen. Weiterhin wurde über diesen Weg reflektiert,
was jede/r Einzelne gut kann und gerne macht.
Die Traumberufsvorstellungen der Jugendlichen wurden hauptsächlich durch bestimmte selektierte Tätigkeiten oder Rahmenbedingungen in den Berufen bestimmt, die jedoch die Nachteile dazu völlig ausklammerten bzw. die dazu nötigen Voraussetzungen, um das Berufsziel zu erreichen.
Klassen 8a und 8b
3. Projekttag
Ziel:
Über
eine Wanderausstellung wurden die Jugendlichen an die Bestimmungen zum
Jugendschutz in Arbeit und Beruf herangeführt. Zum Informationsmaterial
der Ausstellung wurde ein Fragebogen erstellt, der von den Schülerinnen
und Schülern in Kleingruppen erarbeitet werden musste. Für die Klassen
8 wurde der Schwerpunkt auf Praktikumbestimmungen und Regelungen für Ferien-Jobs
gelegt.
| Durchführung |
|
|
| Besuch der Ausstellung, die in der Schule stattfand | Klassenverband | 30 Min. |
| Differenziertes
Heraussuchen von Informationsmaterialien - Be- und Erarbeiten des Fragebogens zum Thema |
Kleingruppen | 120 Min. |
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 30 Min. |
Ergebnis:
Kennenlernen von Arbeitsschutzbestimmungen.
Auswertung:
Für viele Jugendliche war es neu, Jugendschutzbestimmungen für Arbeit,
Beruf und Praktikum überhaupt erst kennenzulernen. Im Vorfeld erhielten
die KlassenlehrerInnen Materialien wie Broschüren und Videofilme, um auf
das Thema vorzubereiten.
Deutlich wurde, dass neben Jugendarbeitsschutzbestimmungen, die auf Praktikumstellen übertragen werden konnten, auch Kenntnisse zu Regelungen für Arbeitszeiten, Pausenregelungen, Aufgaben und Rechte im Praktikum fehlten.
Klassen 8a und 8b
4. Projekttag
Ziel:
Von
den Jugendlichen sollen verschiedene Berufsbereiche nach Tätigkeitsmerkmalen
und –schwerpunkten erarbeitet werden und über eine Selbsteinschätzung
eine Zuordnung für sich selbst vorgenommen werden.
Durchführung
im gleichen Zeitraster wie unter 1. und 2. Projekttag
Einführung ins Thema
Warming-up-Spiel
Jede Kleingruppe erarbeitet unter Anleitung einen Berufsbereich (Handwerk, Soziales, Kaufmännisches, Technik, Kreativität) nach bestimmten Kriterien.
Methoden: Arbeit mit Berufsinformationsschriften wie ‚Beruf aktuell, Ausbildung und Beruf’, etc.
| Reflexion und Vorstellung der Ergebnisse | Klassenverband |
| Abschlussspiel | Klassenverband |
Auswertung:
Wichtig war hier, dass die jeweiligen Gruppierungen ihre Ergebnisse nicht
nur mit denen der anderen vergleichen konnten, sondern die Ergebniswiedergabe
ein informativer Lernprozess für alle anderen Gruppen war.
Schwierig für diese Arbeit ist es, dass es außerhalb des BIZ vom Arbeitsamt nicht genügend Informationsmaterialien zur Berufsinformation für Schülerinnen und Schüler der Hauptschule gibt, die auf die Berufsmöglichkeiten dieser hauptsächlichen Adressatengruppe (10 A und Darstellung der Lernanforderungen auch in der Berufsschule) gezielt ausgerichtet sind. Viele Jugendliche sprachen den Wunsch aus, mehr Informationen zu Berufen direkt über Betriebe bzw. Tätige in den jeweiligen Berufen zu erhalten.
Klassen 8a und 8b
5. Projekttag
Ziel:
Mein
Praktikumwunsch und wie erhalte ich eine Praktikumstelle. Probleme im
Praktikum und wie lassen sie sich lösen.
| Durchführung : |
|
|
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. |
| Warming-up-Übung: Pechvogel -„Meine“ Praktikumstelle - Wünsche -Stellensuchestrategie etc. - Projektauswertung |
Kleingruppenarbeit in 5 Kleingruppen |
120 Min. |
|
|
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| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 15 Min. |
| Projektauswertung | Klassenverband | 20 Min. |
Auswertung:
Dieser
Projekttag sollte insbesondere dazu genutzt werden, den Stand der Praktikumstellensuche
bei den einzelnen Schülerinnen und Schülern abzufragen, Ängste und Befürchtungen
abzuklären und über die Kleingruppe individuell Hilfestellung zu geben.
Bemerkenswert war, dass anhand eines Fragebogens deutlich wurde, dass die Praktikumstelle eigentlich als Möglichkeit zur Brücke in den Ausbildungsberuf angesehen wird, dies jedoch bei der tatsächlichen Auswahl der Stelle wenig Berücksichtigung findet. Unseres Erachtens macht dies deutlich, dass über angemessene Praktikumvorbereitung bzw. dem Einräumen eines Stellenwertes weg von mal ausprobieren zum Abgleich eigener Berufsvorstellungswünsche mit der Wirklichkeit, das Praktikum für alle Beteiligten eine wichtige Hilfe sein könnte, um den Weg in einen gewünschten Ausbildungsberuf zu ebnen.
Weiterhin wurde eine Gesamtauswertung des Projektzeitraumes in Kleingruppen vorgenommen, die ohne Bewertungsbeeinflussungen erfolgen sollte. (Ergebnisse siehe Anlage: ‚Schülerauswertung’). Deutlich wurde dabei, dass das Projekt mit seinen Inhalten Anregungen gegeben hat, die von vielen Schülerinnen und Schülern gerne vertieft worden wären. Für die Vermittlung wurde die Art der Projektarbeit als positiv angesehen und um Fortsetzung gebeten.
Klassen 8a und b
6. Projekttag
Ziel:
Schreiben
von Bewerbung und Lebenslauf unter formalen Kriterien mit dem PC.
Stellen- und Firmensuche sowie Tipps zu Themen von Beruf und Arbeit über
das Internet kennenlernen.
Durchführung:
Aufteilung
der jeweiligen Klasse in 2 Gruppen. Die eine Hälfte wurde über das JIB
– Jugend-Online –
www.muenster.de/stadt/jib -geschult, die 2. Hälfte über Jugend-Online
im Stadtteilhaus Fachwerk Gievenbeck mit Honorarkräften der Schule. Die
Lernziele werden unterschiedlich ausgerichtet. Die Jugendlichen im Fachwerk
erlernten als Schwerpunkt die Textverarbeitung zu Lebenslauf und Bewerbung
mit dem PC und nahmen als Ergebnis eine Diskette mit Lebenslauf und Bewerbung
mit. Der Schwerpunkt im JIB (Jugendinfirmations- und beratungszentrum
– Jugend online, Münster) wurde auf Internetrecherchen gelegt.
Auswertung:
Viele Jugendliche sind ausgesprochen
„fit“ im Umgang mit PC und Internet. Dies lässt vordergründig auf große
Sicherheit im Umgang damit schließen. Bei detaillierten Suchaufträgen
mit vorgegebenen Adressen wird jedoch schnell klar, dass dazu oft jedoch
noch Hilfe benötigt wird. Ein dringendes Anliegen scheint uns, Jugendlichen
nicht nur den Zugang zum Computer und zum Internet zu ermöglichen, sondern
längerfristig auch Schreibfertigkeiten mit der Tastatur zu vermitteln,
ebenso wie Hilfen zum systematischen Suchen von Informationen im Internet.
- Berufswahlorientierungshilfen -
1. Projekttag
Ziel:
Auswertung des Schülerpraktikums
sowie Reflexion eigener Stärken, Interessen und Neigungen.
| Durchführung: | ||
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. |
| Warming-up-Spiel | Klassenverband | 15 Min. |
| Praktikumstelleneinordnung in Berufsbereiche | Klassenverband | 15 Min. |
| Rollenspiel mit Situationen
aus dem Praktikum - Reflexion persönlicher Erfahrungen - Entwickeln eines Persönlichkeitsprofils. |
5 Kleingruppen | 110 Min. |
| Methoden: Fragebogen, Collage, Interview per Video, Hausschild, Umrisszeichnung, Ich habe den Kopf voll ..., Kontaktanzeige, Steckbrief. | ||
|
|
|
|
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 20 Min. |
| Abschlussspiel | Klassenverband | 10 Min. |
Ergebnis:
Über gemachte Erfahrungen
im Praktikum bzw. die Reflexion in der Kleingruppe, wurde deutlich, dass
die Praktikumstellensuche eher zufällig stattfindet. Der Austausch von
Erfahrungen sollte den Jugendlichen deutlich machen, welche Möglichkeiten
es gibt, mit Problemen im Praktikum umzugehen.
Die Selbstreflexion eigener Stärken und Interessen zur Selbsteinschätzung wurde mit Hilfe von Arbeitsbögen durchgeführt.
Auswertung:
Im
Vorfeld scheinen wenig Vorgaben reflektiert zu werden, über den Ablauf
und die Inhalte des Praktikums. So sind die Praktikumerfahrungen sehr
unterschiedlich, von gut, wo die Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben,
nützliche Arbeit geleistet zu haben, bis sehr schlecht, wo sie sich für
Aufräum-, Putz- und Handlangerarbeiten missbraucht fühlten.
Eindeutige Vorgaben für die Betriebe, über das was im Praktikum vermittelt werden sollte, scheinen unerlässlich.
Bei der Selbstreflexion eigener Stärken verfielen die Jugendlichen immer wieder zunächst in die Einordnung über Schulfächer. Selbst in der Kleingruppe war es für die meisten sehr schwierig, sich eindeutig über eigene Stärken zu identifizieren, bzw. diese zu benennen. Zu Benennungen eigener Fähigkeiten ist anzumerken, dass eher Schlagwörter benutzt werden, wie ‚bin nett’, cool drauf’ etc. und eindeutige Eigenschaftsbeschreibungen oft schwer fallen. Gerade im Hinblick auf Berufswahlentscheidungsprozesse erscheint differenzierte Selbstreflexion Problemen bei der Selbsteinordnung zur Berufswahl entgegenwirken zu können, obwohl diese ja entwicklungspsychologisch besonders schwierig ist in diesem Alter. Aber gerade deshalb scheint Begleitung dazu unerlässlich, zumal ja Entscheidungen dazu getroffen werden müssen im Hinblick auf Berufswahl.
Klassen 9a und 9b
2. Projekttag
Ziel:
Nachbesprechung der
Praktikumsmappe im Hinblick auf besondere Schwerpunkte, wie Tagesberichte,
Firmenbeschreibung und Tätigkeiten. Die Selbstreflexion zu Stärken, Interessen
und Neigungen sollte ergänzt werden über Einschätzungen der Jugendlichen
untereinander.
| Durchführung: |
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|
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. |
| Warming-up-Spiel | Klassenverband | 10 Min. |
| Auswertung der Praktikumsmappe | 5 Kleingruppen | 60 Min. |
| Anwärm-Übung: Mein Wunschlehrer | 5 Kleingruppen | 60 Min. |
| Gemeinsame Stärkenreflexion
der MitschülerInnen in der Kleingruppe |
5 Kleingruppen | |
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 30 Min. |
| Abschlussspiel | Klassenverband | 10 Min. |
Ergebnis:
Anhand
der Praktikummappen wurde deutlich, dass in der Ausbildung eine klare
Aufgabenzuteilung erfolgt, die über Tätigkeitsberichte zu reflektieren
ist.
Die Reflexion zur Fremdeinschätzung sollte der besseren Selbstbeurteilung helfen.
Auswertung:
Die
Praktikummappenerstellung erscheint sehr arbeitsintensiv und umfangreich.
Vielen Schülerinnen und Schülern ist der Sinn dazu nicht klar. Es gibt
oft einheitliche Muster, die von Institutionen erstellt werden und für
alle Schulformen gültig sind. Eine Vereinfachung für Hauptschüler erscheint
sinnvoll, um nicht im Vorfeld aufgrund des Umfanges demotivierend zu wirken.
Bei den Übungen zur Fremdeinschätzung musste oft Negativurteilen entgegengewirkt werden. Obwohl die Kleingruppenbildung nach Sympathien erfolgte, fällt es den Jugendlichen schwer, eher positive als negative Eigenschaften ihrer MitschülerInnen zu benennen. Besonders wichtig bei dieser Übung war es, dass Jugendliche mit wenig Selbstvertrauen positive Einschätzungen ihrer MitschülerInnen hörten.
Klassen 9a und 9b
3. Projekttag
Ziel und Durchführung waren in etwa gleich wie für die 10er-Klassen. Es wurde jedoch ein größerer Schwerpunkt auf den Praktikumleitfaden bzw. dessen Erarbeitung gelegt.
Ergebnis:
Kennenlernen
von Regelungen für das Schülerpraktikum und Erschließen von Möglichkeiten
zur Inanspruchnahme von Hilfe bei Problemen.
Auswertung:
Die
Möglichkeiten, die das Schülerpraktikum bietet, werden nicht genutzt.
Die Auswahl des Praktikumsplatzes bzw. der Firma und damit auch der Nutzen,
Gewinn oder Erfolg hängen zu sehr von Zufälligkeiten ab. Eine differenzierte
Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung erscheint nötig. Für viele
Betriebe scheint ein Praktikumleitfaden nötig zu sein, um auch schon im
Vorfeld abklären zu können, ob dort eine angemessene Hinführung in die
Arbeitswelt geleistet werden kann.
Mit den Jugendlichen wurde reflektiert, dass das Praktikum als Möglichkeit angesehen werden kann, sich für einen Ausbildungsberuf bzw. Betrieb zu entscheiden, ebenso gleichrangig als Möglichkeit, sich dem Betrieb als evtl. zuverlässigen und geeigneten Azubi anzubieten. Praktisch wird dies aber nicht umgesetzt, sondern der Erhalt der Praktikumstelle eher dem Zufall überlassen. Auch hier scheint eine differenziertere Vorbereitung im Hinblick auf Berufswahlentscheidungen und Praktikumstellenwahl dringend nötig.
Klassen 9a und 9b
4. Projekttag
Ziel:
Anhand ausgewählter Berufe,
die für HauptschülerInnen erreichbar sind, soll erfahren werden, welche
Fähigkeiten und Eigenschaften dafür erwartet werden. Die erarbeiteten
Berufsbilder können dann anhand der eigenen Einschätzung danach ausgewählt
werden, welcher für einen selbst in Frage kommen, bzw. geeignet sein dürfte.
| Durchführung: |
|
|
| Einführung ins Thema - Vorstellen des Berufsberaters des Arbeitsamtes | Klassenverband | 20 Min. |
| Erarbeiten von Berufsprofilen mit Arbeitsbögen | 5 Kleingruppen | 120 Min. |
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 40 Min. |
Ergebnis:
Die Schüler lernten verschiedene
erreichbare Berufe über die Einsortierung von Tätigkeitsmerkmalen dazu
kennen. Durch die Selbstzuschreibung zu einem Beruf erfuhren die Jugendlichen,
dass es durchaus Berufe gibt, die aufgrund der vorgenommenen Beschreibungen
auf einen passen.
Auswertung:
Diese
Arbeitseinheit wurde vom Berufsberater des Arbeitsamtes in Anlehnung an
die bis dahin geleistete Arbeit vorbereitet, mitgeplant und mitgestaltet.
Schwierig war dabei, alle angefragten Berufsprofile der SchülerInnen aufzuarbeiten.
Die Methode und Resonanz darauf verdeutlichte jedoch starkes Interesse
der Jugendlichen daran. Wünschenswert wären deshalb zur Berufsinformation
nicht nur Broschüren und Anwerbematerialien zu Berufen von Betrieben,
sondern differenzierte Aufarbeitungen mit bestimmten Tätigkeitsmerkmalen,
die HauptschülerInnen auch verständlich sind. Deutlich wurde auch, dass
bei der Erarbeitung von Tätigkeitsmerkmalen gleiche Beschreibungen unterschiedliche
Berufszuordnungen haben und entsprechend differenziert (je nach Beruf)
reflektiert werden müssen.
Klassen 9a und 9b
5. Projekttag
Ziel:
Stellenwert des Praktikums
im Hinblick auf eine angestrebte Berufsausbildung reflektieren. Stand
der Dinge abklären zur Praktikumbewerbung.
| Durchführung: |
|
|
|
| Einführung ins Thema | Klassenverband | 10 Min. | |
| Warming-up-Übung – Pechvogel
- Praktikumstellensuche: Wünsche, Bewerbungsstrategien – Wunschberuf - Projektauswertung |
5 Kleingruppen | 120 Min. | |
| Ergebnisreflexion | Klassenverband | 50 Min. |
Ergebnis:
Reflexion zum Stand der Dinge
in Bezug auf Praktikumstellensuche, Besprechen von Ängsten und Befürchtungen
auch aufgrund gemachter Erfahrungen im ersten Praktikum und Überlegungen
zu Berufswahlentscheidungsprozessen, die im kommenden Schuljahr konkret
werden sollen.
Auswertung:
Deutlich
wurde auch hier, dass die Möglichkeiten des Praktikums zur Ausbildungsplatzwahl
nicht hinreichend genutzt werden, theoretisch aber Hoffnungen und Wünsche
im Hinblick auf Ausbildungsplatzerhalt damit verbunden werden. Die Begründung:
‚ich hab ja noch viel Zeit’ wird oft genutzt, um konkreten Vorstellungen
auszuweichen. Auffällig war, dass viele konkrete Berufsentscheidungswünsche
vom Beginn des Schuljahres nun mit Zweifeln belegt waren, die anscheinend
über das soziale Umfeld verursacht wurden. Jugendliche scheinen viele
Ratschläge zur Berufswahl zu erhalten, jedoch zu wenig Hilfen, um Entscheidungen
treffen zu können.
6. Projekttag
Ziel und Durchführung siehe 8er-Klassen, Seite 19. Eingebunden in das Schreiben der Bewerbung wurde jedoch ein konkreter Berufswunsch, mit gezielter Adressensuche über Broschüren bzw. gelbe Seiten des Telefonbuches.
Ergebnis:
Erarbeiten
von Formalien für Lebenslauf und Bewerbung. Umgang mit dem Schreibprogramm
des Computers zur Textgestaltung. Detailliertes Suchen per Internet nach
Berufsinformationen, Ausbildungsstellen und Firmen. Jede/r SchülerIn hatte
zum Schluss eine Diskette mit Lebenslauf und Bewerbung sowie ein Suchergebnis
aus dem Internet.
Auswertung:
Auch
hier wurde wieder erkennbar, vordergründig sicherer Umgang mit dem Internet,
jedoch Probleme bei detaillierteren Suchen über Links. Das Schreiben von
Lebenslauf und Bewerbung wurde erschwert über mangelnde Schreibfertigkeiten
mit der Tastatur.
- Berufswahl bzw. Ausbildungsstellenplatzsuche und Bewerbung –
1. Projekttag
Ziel:
Auswertung
des Praktikums im Hinblick auf Berufswahlorientierung und Ausbildungsplatzstellensuche
sowie Ermitteln der Bedarfe zur Förderung und Hilfestellung zum Übergang
von Schule in den Beruf.
| Durchführung: | ||
| Einführung ins Thema | beide Klassen zusammen | 10 Min. |
| Teamorientierungsspiel | in Kleingruppen | 10 Min. |
| Praktikumsstelleneinordnung
in Berufsbereiche - Sammeln von Berufswünschen an Stellwand – oder „ich weiß noch nicht genau“ |
beide Klassen zusammen | 20 Min. |
| Infos
zu Berufsbereichen bzw. Ausbildungsstellenplatzwünschen |
Kleingruppenarbeit | 120 Min. |
|
|
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| Ergebnisreflexion | beide Klassen zusammen | 15 Min. |
| Abschlussspiel | 5 Min. |
Ergebnis:
Erkennen,
wo jede/r Einzelne im Berufswahlorientierungsprozess steht. Reflexion
für jeden in der Kleingruppe was noch benötigt wird zur Entscheidung.
Reflexion getroffener Berufswahlentscheidungen.
Auswertung:
Auffällig war, die noch ziemlich
große Orientierungslosigkeit der Jugendlichen im Hinblick auf Berufswahlentscheidungsfindung.
Es wurde wieder klar, dass sich Praktika oft nur aus Zufällen ergeben,
und Kenntnisse zum gewünschten Beruf wenig vorlagen.
Klassen 10 A und B
2. Projekttag
Bewerbung, Vorstellungsgespräch und Einstellungstests - Förderung von noch suchenden bzw. unentschiedenen Schülerinnen und Schülern
| Durchführung: |
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|
| Einführung ins Thema | beide Klassen | 20 Min. |
| Üben von Vorstellung, Bewerbung
mit der Video-Kamera - Tipps zu Einstellungstests -Einzelförderungen und Beratungsgespräche |
Kleingruppen | 120 Min. |
| Ergebnisreflexion | beide Klassen zusammen | 40 Min. |
Ergebnis:
Erlangen von Fertigkeiten für
Bewerbung und Vorstellung. Beratungsgespräche in der Kleingruppe mit gegenseitiger
Unterstützung der Mitschülerinnen und –schüler.
Auswertung:
Berufswünsche werden oft nicht
genügend reflektiert, d.h. es können keine differenzierten Begründungen
zur Berufswahl bei den Jugendlichen angegeben werden. Der Abgleich mit
eigenen Neigungen bleibt oft ganz außen vor. Die Angst vor falschen Entscheidungen
blockiert oft überhaupt gezieltes Suchen nach Ausbildungsplätzen. Nötig
erscheinen ein größerer Vergleich mit eigenen Möglichkeiten, Fertigkeiten
und Vorstellungen im Hinblick auf das, was im angestrebten Beruf erwartet
wird und auch das Erarbeiten von Berufsbiographien, die die zunehmenden
Veränderungen im Berufsbereich verdeutlichen. Die Jugendlichen realisieren
zu wenig, dass der Beruf der über eine Ausbildungsplatzwahl angestrebt
wird, nicht unbedingt der letzte im Leben sein wird oder sein muß, d.h.
einer Berufswahl wird oft Endgültigkeit beigemessen. Dem Erreichen von
qualifizierteren Schulabschlüssen wird sehr große Bedeutung gegeben, um
fitter zu sein, für eine Berufswahl. So werden weiterführende Schulen
oft besucht, um Entscheidungen hinauszuschieben.
Klassen 10 A und B
3. Projekttag
Ziel:
Heranführung an Jugendschutzbestimmungen,
Ausbildungsvertragsgrundlagen, Lernhilfen und Möglichkeiten der Hilfe
bei Problemen in der Ausbildung.
| Durchführung: |
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| Besuch der Ausstellung zum Jugendarbeitsschutz in der Schule | beide Klassen | 15 Min. | |
| Kleingruppenarbeit zu den o.a. Themen | Kleingruppen | 60 Min. | |
| Ergebnisreflexion | beide Klassen | 30 Min. |
Ergebnis:
Reflexion von Rechten und Pflichten
in der Ausbildung. Kennenlernen von Vertragsgrundlagen, Möglichkeiten
zur Lernhilfe und bei Problemen in der Ausbildung.
Auswertung:
Den meisten Jugendlichen waren
die gesetzlichen Regelungen zum Arbeitsschutz unbekannt, ebenso wie Regelungen,
die für den Ausbildungsvertrag gelten. Dass es Stellen gibt, die Hilfe
bei Problemen in der Ausbildung anbieten, wurde bei vielen Schülerinnen
und Schülern überrascht zur Kenntnis genommen. Hilfreich für die Arbeit
war die Beteiligung von 2 Mitarbeitern des Staatl. Amtes zum Jugendarbeitsschutz
in Coesfeld, die an dem Projekttag anwesend waren und für Fragen und Informationen
zur Verfügung standen.
Gesamtauswertung und Zukunftsausblick
Dass Bedarf für die o.a. Projektarbeit gegeben ist, wird durch den o.a. Bericht deutlich. Dies nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch zur Unterstützung von Schule. Gerade in der Hauptschule befinden sich oft Kinder und Jugendliche, die in ihrem sozialen Umfeld aus den unterschiedlichsten Gründen wenig Orientierungshilfen und Unterstützung finden und deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sich auch oft überfordert fühlen, um angemessene Berufsfindungsentscheidungen zu stützen.
Die Organisation, Durchführung und Planung der Projektarbeit erforderte ein hohen Arbeitseinsatz. Ohne die Einbindung von Praktikanten ist sie in der o.a. Form nicht vorstellbar. Leider konnte unserer Schule für das laufende Schuljahr 2001/2002 kein Praktikant im Feldprojekt zugewiesen werden, so dass die Projekteinheiten reduziert werden mussten. Allerdings wurde für die 8er-Klassen eine 3-tägige Bildungsfahrt zum Einstieg in das Thema durchgeführt. Für die 7er-Klassen werden jedoch zur Ergänzung der Projektarbeit je 2 Projekttage durchführt mit Schwerpunkt „geschlechtsspezifische Entwicklungen von Berufsbiographien“, um traditionelle Rollenverständnisse schon vor dem Einstieg in die Berufswahlorientierung zu hinterfragen.
Problematisch ist zum Teil die Arbeit auf reiner Projektbasis, da diese immer nur zeitlich befristet finanziert werden kann und über Honorarkräfte stattfindet. Dies bedeutet, dass Zeiten für Einarbeitung und Anpassung für die Arbeit in der Schule gegeben und jedes Mal neu initiiert werden müssen bei dem Wechsel von Honorarkräften.
Der Lebensplanung und Berufswahlorientierung sollte aus unserer Sicht ein größerer Stellenwert in der Hauptschule gegeben werden, da über reine Unterrichtsarbeit die nötigen Entscheidungen bei Jugendlichen dafür nicht entwickelt werden können. Ein fachlicher Bereich zur Berufswahlorientierungshilfe mit eigener Betreuungszuständigkeit für Schülerinnen und Schüler und Maßnahmen, um Kapazitäten und Ressourcen von außerhalb dafür sinnvoll zu nutzen und zu organisieren, würde diesem Anliegen gerecht werden.
| III. |
Anlagen |
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| Vernetzungsübersicht | ||
| Kooperation und Beteiligte – Kontaktadressen | ||
| Schülerauswertung der Projektarbeit | ||
| Schülerstatements | ||
| Lehrermeinungen | ||
| Fotos | ||
| Presseartikel | ||
| Projektpräsentationen | ||
Vorgehensweise: Im Anschluss an die jeweilige letzte Projekteinheit wurden die Jugendlichen gebeten und aufgefordert Meinungen, Anregungen und Bewertungen zu Inhalten, Methoden, Mitarbeitern, Referenten und Rahmenbedingungen abzugeben:
Klasse 8a:
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Schlecht: |
Gut: |
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Die Spiele. Die Pausen sind zu kurz. Zu früh angefangen. Das Arbeiten in der Schule. Berufsinformationen sind zu einseitig. Zu wenig Rollenspiele. |
Mit Video arbeiten. |
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Ich wünsche mir für das nächste Projekt: |
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Dass wir mehr mit Video, Interviews und
Musik machen. |
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Klasse 8b:
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Schlecht: |
Gut: |
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Dass es nur einmal im Monat ist. Zu wenig Spiele. Zu viel zu schreiben. Keine Zensuren. |
Arbeitszeiten. |
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Ich wünsche mir für das nächste Projekt: |
Was gefiel mir gut: |
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Dass
das öfter ist. |
Video. Musik. Spiele. Hier ist es besser als in der Schule. |
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Was könnte man verbessern: |
Was soll sich ändern? |
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Bessere Spiele.Mehr am PC. Mehr Pausen. Rollenspiele zu den Gesetzen. Bessere Bewerbungsschulung. Betriebsführungen. Infos über Arbeitsmarkt. |
Noch mehr Infos zu Berufsorientierung. Nicht mehr dazwischenreden/stören in der Kleingruppenarbeit. |
Klasse 9a:
|
Schlecht: |
Gut: |
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Quatschen zu viele dazwischen. Man denkt man hat noch viel Zeit. Die 1. Stunde normaler Unterricht. |
Dass
man was über Rechte erfahren hat. |
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Ich wünsche mir für das nächste Projekt: |
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Bewerbungsgespräche trainieren mit Hilfe von anderen Betrieben und anderen Einrichtungen. |
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Schlecht: |
Gut: |
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Zu wenig Freizeit auf der
Klassenfahrt. Manche wissen nicht, was sie später arbeiten wollen, weil es zu viel gibt und man die Qualifikation nicht kennt. Wir waren zu selten hier. Nichts zu essen. Wir machen immer das gleiche (zu wenig über Berufe). Ständige Wiederholungen von Kleinigkeiten – (Stärken und Schwächen). Dass die Lehrer dabei gewesen sind. Dass wir keine Noten bekommen haben (für unsere Leistung). Dass wir die erste Stunde normal Unterricht gemacht haben. Die Stuhlspiele (wir sind doch keine Kinder) Keine Pausenaktivitäten (Kegeln, Ball etc.) Mehrere kürzere Pausen (mehr Aufmerksamkeit). |
Die lockere Arbeit. Die Pausen. Dass es nicht in der Schule gewesen ist. Die ausführlichen Informationen waren gut. Kleingruppen. Immer den gleichen Anleiter. Material, Ansprechpartner. Tipps zur Praktikumsuche/Berufslaufbahn. Wie man sich verhalten soll beim Vorstellungsgespräch. Verhaltensregeln im Praktikum. Gute Terminlage (nicht zu weit auseinander). |
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Ich wünsche mir für das nächste Projekt: |
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Mehr
Informationen zu Praktikumstellen. |
|
Wartburg-Hauptschule
Tel.: 0251-82442 oder 88819
FAX: 0251-80224
Internetadresse:
www.muenster.org/wartburg
E-mail:
wartburgschule@muenster.de
Projektdokumentation
Dipl. Soz.-Päd. Lioba Burghoff
Tel. und FAX: 0251 - 8570037
Projektadresse:
www.ZAK-line.de
E-mail:
WartburgHS-sozpaed@muenster.de